In vielen Beziehungen wird das Thema Geld schnell zum roten Tuch. Alles, was mit Finanzen zu tun hat kann sich schneller zum Reizthema entwickeln als den meisten Paaren lieb ist. Plötzlich eskaliert die harmlose Frage "Wer zahlt heute?" und leitet schlimmste Krisen ein. Warum stolpert manches junge Glück so böse über das schnöde Taler-Management? Und muss das denn wirklich sein? Was hilft, bevor es zum großen Crash kommt?
Mein Geld - Dein Geld
Getrennte Konten sind zu Beginn einer jeden Beziehung die finanzielle Ausgangsbasis, und viele langjährige Ehepaare behalten dieses Modell auch bei. Allerorten wird gepredigt,
dass nahezu jedes Problemchen zwischen zwei Menschen mittels ausführlicher Kommunikation zu klären ist. Warum ist dies im Hinblick auf Scheck, Bargeld und Co. nur so schwer und führt so oft zu erbitterten Streitereien? Männer und Frauen haben grundsätzlich verschiedene Sichtweisen auf den Problembereich "Geld" und verhalten sich daher in diesem Zusammenhang grundverschieden.
Männer messen ihren persönlichen Erfolg gern an ihrem Einkommen, es ist ihre Messlatte für das Selbstwertgefühl. Dementsprechend betrachten sie es auch als ihr ureigenstens Recht, über dessen Verbleib und Verwendung zu entscheiden. Allein! Frauen hingegen assoziieren mit einem festen Einkommen einfach ein gewisses Maß an Sicherheit, Selbständigkeit und Unabhängigkeit.
Was nach Klischee klingt, bestätigt sich im Alltag immer wieder. Männer genießen das Machtgefühl, mittels ihres Geldes den materiellen Rahmen für die Beziehung zu stecken, Frauen verdrängen angesichts großer Gefühle gern mal die tristen ökonomischen Aspekte. Und so prallen Welten aufeinander, zwischen die Kommunikation einfach nicht ohne weiteres fließen kann. Noch schlimmer wird die Konfliktsituation, wenn sich die alten Rollenmuster verschieben, eine einkommensstarke Frau also mit einem Geringverdiener das gemeinsame Leben bestreitet. Speziell Männer tun sich in dieser Situation oft besonders
schwer mit ihrer angeblich schwachen Position und vergessen dabei häufig, dass Partnerschaft ja nicht ausschließlich die gegenseitige Finanzierung bedeutet.
Ein weiteres Problem liegt in unterschiedlichen Lebensstilen, die für gehörigen Zündstoff sorgen können. Ein sparsamer Mensch wird sich nicht aus lauter Liebe der Verschwendungssucht des Partners anschließen; jemand der einen großzügigen Umgang mit Geld gewohnt ist, kann unter Umständen einfach nicht auf "Sparflamme" schalten. Erstaunlicherweise zeigt sich der menschliche Geist bei materiellen Themen viel weniger kompromissbereit als bei sozialen oder emotionalen. Hier nämlich werden tatsächlich die Machtpositionen definiert: Gegenseitige Kontrolle, Anerkennung, Ängste, aber auch die bisher gesammelten Erfahrungen trennen den Dominierenden vom Untergeordneten, und das Gerangel um ein gleichberechtigtes Miteinander wird in den seltensten Fällen sachlich ausgetragen. Liebende sind eben keine Geschäftspartner.
Wege aus der Beziehungs-Finanzkrise
Wer clever ist, überprüft schon in frühen Beziehungsstadien, ob man auch in Geldfragen die gleiche Sprache spricht. Allerdings fällt es natürlich schwer, bei unüberwindbaren Differenzen den Kopf über das Herz entscheiden zu lassen. Hilfreich sind unbedingt klare Absprachen, die keinen der Partner benachteiligen. Bei ungleichen Einkommen wäre es höchst unfair, alle gemeinsamen Lebenshaltungskosten fifty-fifty zu teilen. Einer gemeinsam zu gleichen Teilen bestückten Haushaltskasse für Lebensmittel und tägliche Gebrauchsartikel steht dies jedoch nicht im Wege. Auch wenn es schrecklich unromantisch ist - wer sich vor peinlichen Diskussionen an der Kinokasse oder im Restaurant fürchtet, muss vorher eine Abstimmung herbeiführen. Bei ganz uneinsichtigen Partnern hilft vielleicht eine offene schriftliche Aufstellung der jeweilig zur Verfügung stehenden Mittel und Ausgaben. Führt jedoch kein Weg zu einer von beiden respektierten Praxis, muss man(n) oder Frau sich aber wohl früher oder später die Frage stellen, ob immerwährende Zwistigkeiten ums liebe Geld wirklich auf ewig zum Leben dazugehören sollen.
Text: C.E.
Was ist eine Ehevermittlung
Bei einer Ehevermittlung handelt es sich meistens um einen gewerblichen Betrieb, der versucht, heiratswillige Menschen untereinander zu vermitteln. Die Inanspruchnahme solcher Vermittlungen ist durchaus sinnvoll, denn oftmals könnten sich die "zukünftigen Ehepartner" auf konventionellem Weg gar nicht treffen, weil sie beispielsweise in völlig verschiedenen Regionen zu Hause sind.
Die Vergütung, die für die Vermittlungsarbeiten im Vorfeld ausgehandelt werden, kann nach Gesetzeslage nicht eingeklagt, bereits gezahlte Vergütungen allerdings auch nicht zurückgefordert werden. Um nicht leer auszugehen, verlangen die meisten Heiratsvermittlungen daher einen Vorschuss für ihre Leistungen.
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Abergläubisch sind immer weniger Menschen, doch manche Traditionen, die sich aus alten Ritualen ergründen, werden gern auch in der aufgeklärten Gegenwart beibehalten. "Scherben bringen Glück", dieses Sprichwort kennt eigentlich jeder. Um dem alsbald frisch vermählten Paar alles erdenkliche Glück mit auf den Weg in die gemeinsame Zukunft zu geben, sollte ein Polterabend vor keiner Hochzeit fehlen. Schaden kann's nicht - und vielleicht hilft es ja doch…