„Willst du meine Brautjungfer sein?“ - diese Frage zaubert wohl jedem Mädchen und jeder jungen Frau ein begeistertes Lächeln auf die Lippen. Brautjungfern werden von der Braut ausgesucht und kommen meist aus der Verwandtschaft oder dem engen Freundeskreis. Sie gelten als Helferinnen und stehen der Braut an ihrem besonderen Tag zur Seite.
Anders als die Trauzeugen bei der katholischen Hochzeit sind Brautjungfern weder auf dem Standesamt noch in der Kirche vorgeschrieben. Dennoch ist es in vielen Familien ein schöner Brauch, der auch heute noch gern gelebt wird.
Die Wahl der Brautjungfer
Wer am Ende Brautjungfer wird, hängt von vielen Faktoren ab - in erster Linie davon, welche Aufgaben das Brautpaar für sie vorgesehen hat. Ursprünglich sollten Brautjungfern böse Geister fernhalten und waren daher genauso gekleidet wie die Braut, damit Geister die Hauptperson nicht ausmachen konnten. Heute halten die wenigsten an diesem Glauben fest. Sollen die Brautjungfern eine echte Unterstützung bei den Vorbereitungen sein, wird die Braut keine Kinder wählen. Übernehmen dagegen die Trauzeugen die Helferaufgaben, können auch junge Mädchen in schönen Brautjungfernkleidern glänzen.
Aufgaben der Brautjungfern
Ähnlich wie Trauzeugen können Brautjungfern verschiedene Aufgaben im Vorfeld und am Tag der Trauung übernehmen - je nach Vorstellungen des Brautpaares und Alter der Brautjungfern. Eine 20-Jährige kann problemlos das Hochzeitsessen mitorganisieren; eine 12-Jährige wäre damit überfordert, könnte aber die Schleppe tragen, der Braut beim Ringtausch den Strauß halten, Blumen streuen oder mit einem kleinen musikalischen Beitrag zur Hochzeit beitragen.
Die Kleidung der Brautjungfern
Chic wollen sie natürlich sein, die großen und kleinen Brautjungfern - und beschäftigen sich daher frühzeitig mit der Frage nach dem passenden Kleid. Dieses sollte möglichst auf das Hochzeitskleid der Braut abgestimmt sein; besonders schön wirkt es, wenn alle Brautjungfern dasselbe Kleid tragen. Das ist allerdings eine Herausforderung, wenn die Figuren sehr unterschiedlich sind. In der Praxis werden die Kleider daher meist farblich und vom Stil her aufeinander abgestimmt, können im Modell aber variieren. Wichtig ist, dass die Kleider gut passen - je jünger die Mädchen, desto wichtiger ist, dass sie sich darin wohlfühlen.
Wer bezahlt die Kleider?
Äußert die Braut bestimmte Vorgaben zur Kleidung, müsste sie eigentlich selbst für die Kosten aufkommen. In der Praxis wird das aber oft anders gehandhabt: Häufig zahlt jede Brautjungfer (beziehungsweise deren Eltern) ihr Kleid selbst. Am besten klärt ihr das frühzeitig und offen.
Brautjungfern haben neben der Braut an diesem besonderen Tag ihren großen Auftritt. Und noch Jahre später erinnern schöne Hochzeitsfotos an dieses einmalige Fest, das sie aus nächster Nähe miterleben durften.
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Katrin L.
Katrin ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und durch und durch kreativ. Sie schreibt über Dekoration und Hochzeitsessen - und aus eigener Erfahrung über das Leben als Paar.
Standesamtliche Trauung: Anmeldung, benötigte Unterlagen, Ablauf der Zeremonie und Kosten - alles, was ihr für die Hochzeit auf dem Standesamt wissen müsst.