Die standesamtliche Trauung

Sie möchten mit Ihrem Partner zusammen den weiteren Lebensweg gemeinsam bestreiten und haben sich entschlossen, zu heiraten. Herzlichen Glückwunsch! Doch bevor es soweit ist, gilt es sich über die standesamtliche Trauung und alle in diesen Zusammenhang stehenden Dinge zu informieren.

Informationen über die standesamtliche Trauung

Hier bekommen Sie einen kleinen Überblick – angefangen von der Anmeldung zur Eheschließung bis hin zu den entstehenden Kosten einer standesamtlichen Trauung.

Anmeldung zur Eheschließung

Was früher das Bestellen des Aufgebotes war, nennt man heute die Anmeldung zur Eheschließung. Diese kann frühestens 6 Monate vor dem gewünschten Hochzeitstermin auf dem zuständigen Standesamt erfolgen. Immer mehr Paare entscheiden sich dafür, in einer anderen Stadt oder aber an einem außergewöhnlichen Ort (wie beispielsweise auf einem Leuchtturm, in einem Museum oder auf einem Schloss) zu heiraten. Die Anmeldung der Eheschließung erfolgt trotzdem im Standesamt der Stadt, wo mindestens ein Partner seinen Wohnsitz hat. Dieses leitet dann alle notwendigen Unterlagen an das gewünschte Standesamt weiter. Eventuell entstehen den Heiratswilligen dadurch weitere Kosten.

Welche Unterlagen werden für die standesamtliche Trauung benötigt?

Keine Hochzeit ohne Bürokratie. Für die Anmeldung zur Eheschließung werden folgende Dokumente benötigt:

  • Gültige Personalausweise oder Reisepässe
  • Eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister (entfällt, wenn das Standesamt der Trauung auch das Standesamt ist, wo die Geburt eingetragen wurde)
  • Aktuelle Aufenthaltsbescheinigung (wird nur notwendig, wenn einer von beiden nicht am Ort des Standesamtes gemeldet ist)
  • Geburtsurkunde der Kinder und Vaterschaftsanerkennung (wenn das Paar bereits Kinder hat)
  • Bei Geschiedenen: beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister der Vorehe mit Auflösungsvermerk
  • Bei Witwern: Sterbeurkunde des damaligen Partners
  • Bei minderjährigem Partner: Einwilligungserklärung der Sorgeberechtigten

  • Braucht man Trauzeugen für eine standesamtliche Trauung?

    Früher waren Trauzeugen bei einer Hochzeit gang und gäbe. Seit 1998 sind jedoch Auf dem Standesamtbei einer standesamtlichen Trauung keine Trauzeugen mehr vorgeschrieben. Viele Heiratswillige entscheiden sich trotzdem für Trauzeugen und sehen darin eher eine symbolische Bedeutung. Ob die beste Freundin der Braut oder der langjährige Kumpel des Bräutigams – es ist einfach ein schöner Freundschaftsbeweis, wenn das Brautpaar die Trauzeugen ganz nah bei der Trauung dabei haben möchte. In Absprache mit dem Standesbeamten können diese die Ringe reichen oder der Braut den Brautstrauß abnehmen, während die Trauung vollzogen wird.

    Individuelle Wünsche
    Der Standesbeamte wird Ihnen bei der Anmeldung zur Eheschließung den Ablauf der Trauung erklären. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um individuelle Wünsche zu äußern. Wünschen Sie eine bestimmte Musik, möchten Sie ein paar persönliche Worte an den Partner sprechen oder ihr Patenkind bei der Trauung auf der Geige spielen hören? Im Rahmen des Möglichen wird der Standesbeamte auf ihre Wünsche eingehen, doch haben Sie bitte auch dafür Verständnis, dass manche Vorstellungen eben nicht realisierbar sind.

    Ablauf der standesamtlichen Trauung

    Bei der Hochzeit sind Braut und Bräutigam bekannterweise sehr aufgeregt. Verständlich, denn man heiratet schließlich nicht alle Tage! Meist kann es etwas helfen, wenn man weiß, was genau einen auf dem Standesamt erwartet. Die Trauung dauert in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten und läuft wie folgt ab:

  • Begrüßung durch den Standesbeamten
  • Betreten des Trauzimmers, auch die Trauzeugen und Gäste nehmen Platz
  • Prüfung der Personalien (gültige Personalausweise müssen vorgelegt werden!)
  • Ansprache des Standesbeamten
  • Das Wichtigste: die Ehekonsenserklärung. Beide Partner werden nacheinander gefragt, ob sie die Ehe miteinander eingehen möchten. Bestätigen sie dies, so erklärt der Beamte sie zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten. Verneint das Paar die Frage, so wird die (nichtvollzogene) Trauung beendet.
  • Brautpaar steckt sich gegenseitig die Eheringe an den rechten Ringfinger
  • Brautkuss
  • Standesbeamte liest dem Brautpaar und den Gästen den Ehebucheintrag vor
  • Brautpaar, Trauzeuge und Standesbeamte unterschreiben den Ehebucheintrag
  • Gratulation des Standesbeamten
  • Verlassen des Trauzimmers

  • Die Gratulation der Gäste findet in der Regel außerhalb des Trauzimmers statt, da gerade in größeren Städten und Gemeinden oft eine Eheschließung nach der anderen folgt und somit das Trauzimmer schnell wieder frei werden muss.

    Was kostet eine standesamtliche Trauung?

    Für eine Trauung kann ein Paar mit etwa 50 bis 100 Euro rechnen. Die Eheschließung wird dann teurer, wenn ein Partner aus dem Ausland kommt, da hier erst die Aufenthaltserlaubnis und die Ehefähigkeit geprüft werden muss. In manchen Gemeinden werden für eine standesamtliche Trauung an einem Samstag Zuschläge berechnet, welche sich zwischen 50 und 200 Euro bewegen können. Auch dann, wenn das Paar nicht im vorgesehenen Standesamt heiraten möchte, muss es tiefer in die Tasche greifen. Zu den Kosten der Trauung zählt auch der Kauf eines Stammbuches. Braut und Bräutigam stehen hier verschiedene Modelle zur Auswahl – meist liegen diese zwischen 20 und 40 Euro.
    Weitere Einzelheiten und örtliche Besonderheiten sind über das zuständige Standesamt zu erfragen.
    Text: K. L.

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