Ein flüchtiger Blick, eine kurze Bemerkung oder eine kleine Geste können so viel Wirkung haben - ein Flirt schmeichelt und bestätigt das Selbstwertgefühl. Egal ob du selbst die treibende Kraft bist oder eiskalt von jemandem erwischt wirst: Wer flirtet, profitiert davon, spontan und ungezwungen zu sein. Die sexuelle Spannung und das erotische Knistern bleiben lang im Gedächtnis und regen die Phantasie an.
Wer flirtet, stellt ganz automatisch Kontakt zu anderen her. Das läuft selbstverständlich völlig unverbindlich, ohne Hintergedanken und gänzlich oberflächlich ab. Dabei entwickelt der Blickkontakt, das Gespräch oder die Handlung eine interessante Eigendynamik. Ein charmantes Hin und Her beginnt, bei dem das Ende offen bleibt. Immer wieder spielst du dem Gegenüber den Ball zu und wartest ab, was geschieht. Das dabei aufkommende Knistern und Funken der Gefühle spürst du schnell mit einem angenehmen Kribbeln in der Magengegend und durch ausgiebiges Herzklopfen.
Flirten in Beziehungen
Erhitzte Debatten werden immer wieder darüber geführt, ob Frauen oder Männer flirten dürfen, während sie sich in einer festen Beziehung befinden. Für die einen hält es diese vielmehr frisch, weil jedem bewusst wird, dass der Partner auch auf andere Menschen attraktiv und interessant wirkt. So ist der Freund oder die Ehefrau plötzlich keine Selbstverständlichkeit mehr und das Bemühen um die eigene Beziehung wird intensiviert. Andererseits entsteht auch Eifersucht, die je nach Charakter der Partner zu ernsten Beziehungsproblemen führen kann. Wie Paare mit dem Flirten außerhalb ihrer Partnerschaft umgehen, ist sehr individuell und kann keinesfalls verallgemeinert werden.
Flirten steht und fällt mit dem Selbstwertgefühl
Ohne Zweifel: Ein Flirt geht runter wie Öl, wenn er gut ankommt und funktioniert. Zittern jedoch die Knie, stammelst du nur und reißt ständig unangebrachte Witze, kann der Flirt auch schnell zur Enttäuschung werden. Erst ein gesundes Selbstwertgefühl und ein aufgeschlossenes Verhalten gegenüber fremden Menschen versprechen Erfolg beim Flirten. Umgekehrt stärkt ein Flirt das Selbstwertgefühl, denn er bestätigt deine eigene Attraktivität und die positive Wirkung auf andere Menschen.
Zum Flirten „Nein“ sagen
Oft erwischt ein Flirt einen völlig überraschend. Steigt jemand nicht spontan auf die oberflächliche Annäherung ein, ist das vollkommen in Ordnung. Nicht jeder mag flirten oder beherrscht die Technik. Wer sich abwendet oder negative Signale aussendet, sollte vom Gegenüber entsprechend respektiert werden. Nicht alle Flirt-Partner möchten sich zu Recht auf das unverfängliche Spiel mit dem erotischen Knistern einlassen.
Flirten lernen mit Hilfe neuer Medien
Selbstverständlich beschränkt sich Flirten heutzutage nicht nur auf den persönlichen Kontakt an der Arbeitsstätte, in einem Restaurant oder mit dem Nachbarn. Soziale Netzwerke und neue Medien bieten eine Plattform, um in der virtuellen Welt zu flirten. Ganz unverfänglich per SMS, per Mail oder über einen Nachrichtendienst Kontakt zu knüpfen, senkt oft die Hemmschwelle. Zudem haben sich viele Internetagenturen das Flirten auf die Fahnen geschrieben - einige davon arbeiten sehr vernünftig, andere nutzen das Flirtpotential ihrer Kunden übertrieben kostenpflichtig und unseriös aus. Heute wird zum Beispiel auch auf Facebook, X und Instagram geflirtet. Besonders während der Corona-Pandemie und in den Lockdowns wurde verstärkt im Internet geflirtet.
Mit einem gewinnenden Lächeln auf den Lippen und einer offenen, freundlichen Art lässt sich das Gegenüber sicher leichter auf einen Flirt ein. Und wer weiß - vielleicht bleibt der Flirt nicht oberflächlich, sondern es entwickelt sich daraus sogar etwas Festes.
Schon gewusst?
Es gibt sogar Flirtschulen, in denen du das richtige Flirten lernen kannst. Angefangen von kurzen Seminaren bis hin zu Einzelcoachings wird dort für jeden etwas angeboten. Wer es lieber allein versuchen möchte, sollte sich erkundigen, wo die nächste Flirtparty stattfindet.
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