Reden ist wichtig für die Beziehung
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Kommunikation in der Partnerschaft - Das große Verstehen
Wir sprechen den ganzen Tag - miteinander, übereinander, manchmal auch gegeneinander. Das Selbstverständlichste überhaupt - so scheint es.
Foto © drubig-photo
Und doch hört man immer wieder: "Wir reden aneinander vorbei!" oder "Wir haben uns nichts mehr zu sagen!" und ganz oft "Du verstehst mich einfach nicht!" Gehört das dazu? Muss das so sein? Oder geht es auch anders?
Das hab ich so gar nicht gemeint…
Es ist alles eine Frage der Gewöhnung - ständig tauschen wir Informationen aus und gehen davon aus, dass schon alles richtig beim Empfänger ankommt. Gefährlicher Leichtsinn, wenn man bedenkt, dass doch jeder seine Umwelt ganz individuell wahrnimmt und sich diese Eindrücke keinesfalls mit denen der anderen decken müssen. Wer kann schon mit Fug und Recht behaupten, seine Ansicht sei die einzig wahre?!
Und hier beginnt das Problem: Statt sich selbst und seine Aussagen zu hinterfragen, sich gegebenenfalls noch einmal beim Gegenüber zu vergewissern, erwarten wir sofortiges Verständnis, eine korrekte Interpretation und vielleicht sogar Zustimmung. Automatisch hoffen wir auf bestimmte Antworten, geben sie manchmal sogar selbst und hören eigentlich gar nicht mehr richtig zu. Vom Ausredenlassen einmal ganz zu schweigen… Und schon ist er da, der Streitpunkt. Das große Missverständnis, an dem keiner schuld sein will. Dabei kann man viele schwierigen Gesprächssituationen schon im Vorfeld vermeiden oder eben entschärfen.
Ehrlich, höflich, aufmerksam
Manchmal muss man sich vielleicht ein wenig zwingen,
aber echtes, aufmerksames Zuhören schafft
bereits eine gesunde Basis für ein streitfreies Gespräch. Die nonverbale Kommunikation ist dabei nicht zu unterschätzen - eine offene Körperhaltung, direkter Blickkontakt und gelegentliches Nachfragen geben dem Gesprächspartner sofort das Gefühl, ernst genommen zu werden. Wer das eben Gehörte nochmals in den eigenen Worten wiederholt, beweist damit sein Interesse und sichert sich gegen Missverständnisse ab.
Ganz wichtig ist ein sachlicher und ruhiger Umgangston - so kommen erst gar keine Aggressionen auf. Hüten Sie sich vor Verallgemeinerungen und Schuldvorwürfen - hier wird jeder zur verbalen Verteidigung greifen, die Eskalation des Gespräches ist dann meist nicht mehr vermeidbar. Kommunikation ist gerade zwischen Partnern immer ein Geben und Nehmen - die Mühe um Ausgewogenheit lohnt sich.
Do´s und Dont´s
Ein gutes Gespräch braucht Zeit und profitiert davon, sich mit Achtung und Respekt zu begegnen. Wer sich in den anderen hineinversetzt, versteht auch dessen Argumente besser. Im Zweifelsfall nachfragen, zu eigenen Schwächen und Fehlern stehen und sich auch mal entschuldigen sorgt für ein offenes Gesprächsklima. Mit etwas Übung gelingt es sicher, die eigenen Wünsche und Vorstellungen präzise und glaubhaft zu vermitteln - sprechen Sie in der "Ich"-Form.
Niemals sollten die Worte des anderen ins Lächerliche gezogen werden, und zumeist geht es auch nicht um die Frage nach Recht und Unrecht, sondern um die Lösung eines konkreten Problems. Auch eine Wertung oder gar Verurteilung der anderen Meinung gehören nicht in ein konstruktives Gespräch.
Wenn plötzlich gar nichts mehr geht, die Fronten sich verhärten und eine oder beide Parteien quasi in den Kommunikationsstreik treten, hilft nur noch die Vertagung des Gespräches. Es sollte zu einem späteren Zeitpunkt jedoch unbedingt weitergeführt und abgeschlossen werden, sonst steht all das Ungeklärte und Ungesagte bis zum nächsten Mal zwischen den Partnern und belastet jede weitere Verständigung.
Untreue - nur Männersache?
Dem männlichen Geschlecht wird in einer längeren Beziehung oftmals ein gewisses Desinteresse für das Tun und Lassen seiner Frau und überhaupt nachgesagt. Doch Frau sollte sich vielleicht nicht ganz unbeachtet fühlen - vor allem, wenn sie außereheliche Spielchen im Sinne hat. Männer sind nämlich laut einer amerikanischen Studie durchaus aufmerksam, wenn es um die Treue ihrer Frauen geht.
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